Wir haben uns vorgenommen, die komplexen Ideen der sozialen Dreigliederung durch einen Film anschaulich werden zu lassen.

Da wir selbst noch als als Lernende mit dem Thema umgehen, möchten wir die Zuschauer mit auf die Reise nehmen.

Kurze Einführung in die soziale Dreigliederung:

 

Die Idee der sozialen Dreigliederung ist kein Gesellschaftsentwurf. Keine Theorie und kein System. Sie versucht vielmehr, die Gesetzmäßigkeiten der Moderne im Sozialen aufzudecken, damit sie angemessener gehandhabt werden können. Die Grundbeobachtung dabei ist, dass der Mensch auf drei gänzlich verschiedene Arten im Sozialen wirkt:

1. Hat er wirtschaftliche Bedürfnisse, um überleben zu können. Hier müssen die Menschen aus einem umfassenden Überblick der Tatsachen sich gegenseitig unterstützend zusammenarbeiten.
2. Ist der Mensch ein Wesen, das eigenständig aus Erkenntnis handeln kann und sich von allen anderen unterscheidet. Die Menschen müssen sich daher einander auf vielen Gebieten die Freiheit zusprechen.
3. Ist der Mensch als solcher jemand, dem man menschlich begegnen sollte und der über seine eigenen Rechte z.B. über seine Arbeitskraft bestimmen darf.

Diese drei Arten bekommen im Wirtschaftsleben (1), im Geistesleben (2) und im Rechtsleben (3) ihren Ausdruck.
Die Dreigliederung möchte diese drei Bereiche gedanklich klar trennen, damit wir uns bewusstmachen können, wann wir uns im sozialen Miteinander in welchem der drei Bereiche befinden.
Diese drei Bereiche sollten sich nicht vermischen, damit sie einander nicht beeinflussen oder behindern. Denn nur, wenn sie aus sich selbst und ihren eigenen Angelegenheiten heraus handeln, können sie gesund funktionieren.

 

Phänomenologie als Wegweiser

 

Für uns war es von Anfang an sehr wichtig, der komplexen Idee ein Erleben zur Seite zu stellen.
Wir können eine Idee denken, aber erst wenn wir ihre Wirkungen und Ursachen erforschen und ihre Aktualität in unserem eigenen Erleben suchen, können wir sie wirklich erkennen.

Wir möchten uns die Grundgedanken der sozialen Dreigliederung über drei Phänomene erarbeiten, die in der Moderne aufgetreten sind:

Individualisierung

Globalisierung

Industrialisierung

Diese drei Phänomene haben unser soziales Miteinander nachhaltig verändert und verlangen ein Umdenken, damit sie nicht zu Problemen führen, sondern zu neuen Möglichkeiten für unsere Gesellschaft werden können.

Gestaltung

 

Für die Gestaltung haben wir schnell festgestellt, wie wichtig es ist, eine Idee zu Visualisieren, damit diese besser zu greifen ist.

Für den Film wollen wir einerseits die „Welt der Ideen“ darstellen, indem wir gestalterisch von einem „Dunklen Raum“ erzählen, in welchem wir die heutigen Strukturen des sozialen Miteinanders darstellen, aus welcher sich neue Formen herauslösen, sich trennen und letztendlich in der Dreigliederung wieder zusammen finden.

Daneben stellen wir die „Welt des Erlebens“, unsere jetzige Welt wie wir sie kennen. In dieser befragen wir verschiedene Menschen zu den drei Phänomenen der Individalisierung, Globalisierung und Industrialisierung und erschließen uns so, wie diese Vorkommen unser soziales Miteinander immer mehr verändert haben.
Dazu besuchen wir Projekte, welche bereits zukunftsfähige Wege einschlagen.

Aus dieser „Welt des Erlebens“ ergeben sich jeweils neue Denkanstöße, welche wiederum die Veränderungen in unserem Dunklen Raum hervorbringen.
Diese Veränderungen der Strukturen im Dunklen Raum ergeben zusammen unsere Rahmenhandlung, welche wie ein roter Faden durch den Film führen soll.

Unser Filmkonzept ist hier nochmal graphisch dargestellt:

Filmkonzept