Einen Film über die soziale Dreigliederung zu drehen ist keine einfache Angelegenheit.


Das mussten wir nach unseren ersten Treffen schnell feststellen.
Man kann sich nicht einfach mit einer Kamera ins Gestrüpp legen und geduldig warten bis sie sich zeigt. Sie ist ja eigentlich nicht so recht filmbar. Doch als mit Merit Brinks eine studierte Filmemacherin unserem Projekt beitrat, beschlossen wir, dennoch den Versuch zu wagen.

Strukturell möchten wir unseren Film anhand von drei neuzeitlichen Entwicklungstendenzen aufbauen. Der Industrialisierung, der Globalisierung und der Individualisierung. Wir möchten zeigen, wie jede dieser Entwicklungen unser gesellschaftliches Miteinander radikal verändert hat. Über die dadurch entstehenden Probleme, sollen dann die Grundgedanken der Dreigliederung entwickelt und dargestellt werden. Vieles davon werden wir über Interviews mit Menschen zeigen, die sich mit dem jeweiligen Aspekt wesentlich besser auskennen als wir. Als weiteres Element erarbeiten wir ein visuelles Konzept, was die Grundgedanken der Dreigliederung strukturiert und zusammenführt, um so eine Übersicht über das komplexe Thema zu erlangen.

Es bestehen bereits Projekte, die Elemente der Dreigliederung umsetzen. Einige davon werden wir besuchen und filmen. Das Rechtsleben ist der Bereich, für den eine Umsetzung noch am weitesten entfernt ist. Hier können wir kein Projekt filmen, möchten die Zuschauer aber an einer demokratischen Studie teilhaben lassen, die wir zu diesem Zweck durchführen und filmen.